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Normative Anforderungen

DIE EINHALTUNG NORMATIVER ANFORDERUNGEN IST EIN WESENTLICHER BESTANDTEIL EINER GANZHEITLICHEN NACHHALTIGKEITSKONZEPTION

DIE EINHALTUNG NORMATIVER ANFORDERUNGEN IST EIN WESENTLICHER BESTANDTEIL EINER GANZHEITLICHEN NACHHALTIGKEITSKONZEPTION

Unternehmen müssen sicherstellen, dass ihre Aktivitäten und Produkte den geltenden gesetzlichen und behördlichen Anforderungen entsprechen. Darüber hinaus sollten Unternehmen auch freiwillige Normen und Leitlinien in Betracht ziehen, um ihre Nachhaltigkeitsleistung zu verbessern.

Normen und Anforderungen für nachhaltiges Facility Management

Normative Anforderungen

Nachhaltigkeit im Facility Management wird durch umfassende, gesetzliche und branchenspezifische Vorschriften definiert. Es ist wichtig zu beachten, dass eine breite Basis von Vorschriften geschaffen werden kann, die spezifischen Teilbereichen des Facility Managements zugeordnet werden können.

Um mögliche Redundanzen und Widersprüche zu vermeiden, greifen wir auf etablierte Regelwerke zurück:

  • DIN EN ISO 14001:2015 - Umweltmanagement: Die DIN EN ISO 14001-Norm legt die Anforderungen an ein Umweltmanagementsystem fest, um die Umweltleistung zu verbessern und die Umweltauswirkungen zu reduzieren. Die Norm gilt für Unternehmen jeder Größe und Branche und ist in Deutschland weit verbreitet.

  • DIN EN ISO 14040 und 14044 - Ökobilanzierung: Die DIN EN ISO 14040 und 14044 legen die Grundsätze und Anforderungen für eine Ökobilanzierung fest. Eine Ökobilanzierung ist eine Methode zur Bewertung der Umweltauswirkungen eines Produkts oder einer Dienstleistung über den gesamten Lebenszyklus hinweg. Im Facility Management kann die Ökobilanzierung genutzt werden, um die Umweltauswirkungen von Gebäuden und Einrichtungen zu bewerten und Maßnahmen zur Verbesserung der Nachhaltigkeit abzuleiten.

  • DIN EN ISO 50001:2018 - Energiemanagement: Die DIN EN ISO 50001-Norm legt die Anforderungen an ein Energiemanagementsystem fest, um die Energieeffizienz und Reduzierung von CO2-Emissionen zu verbessern. Auch diese Norm gilt für Unternehmen jeder Größe und Branche und ist in Deutschland weit verbreitet.

  • DIN 18599 - Energetische Bewertung von Gebäuden: Die DIN 18599 legt die Anforderungen für die energetische Bewertung von Gebäuden fest und ist eine wichtige Norm für das Facility Management. Sie umfasst alle Aspekte der Gebäudeenergieeffizienz und dient als Grundlage für die Erstellung von Energieausweisen.

  • GEFMA 160 - Nachhaltiges Facility Management: GEFMA 160 ist eine Richtlinie des Deutschen Verbands für Facility Management (GEFMA) und legt die Anforderungen für ein nachhaltiges Facility Management fest. Sie umfasst alle Aspekte des Facility Managements und gibt Empfehlungen für die Umsetzung von Nachhaltigkeitsmaßnahmen.

  • CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz (CSR-RUG): Das CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz verpflichtet Unternehmen ab einer bestimmten Größe zur Nachhaltigkeitsberichterstattung. Facility Management-Unternehmen können diese Vorschriften nutzen, um ihre Nachhaltigkeitsleistung zu messen, zu bewerten und darüber zu berichten.

  • Green Building Zertifikate (z.B. DGNB): Green Building Zertifikate wie die DGNB-Zertifizierung sind in Deutschland weit verbreitet und legen die Anforderungen für nachhaltiges Bauen und Betreiben von Gebäuden fest. Sie umfassen Aspekte wie Energieeffizienz, Umweltverträglichkeit, Gesundheit und Komfort der Nutzer sowie Wirtschaftlichkeit.

  • BREEM DE: BREEAM DE ist die deutsche Version des international anerkannten Bewertungssystems BREEAM (Building Research Establishment Environmental Assessment Method) und bewertet die Nachhaltigkeit von Gebäuden anhand von Kriterien wie Energie, Wasser, Abfall, Gesundheit und Wohlbefinden sowie ökologischer Wertigkeit der Fläche. BREEAM DE ist besonders in Europa weit verbreitet.

  • LEED DE: LEED DE ist die deutsche Version des Bewertungssystems LEED (Leadership in Energy and Environmental Design) und bewertet die Nachhaltigkeit von Gebäuden anhand von Kriterien wie Energieeffizienz, Wasserressourcen, Materialien und Abfall sowie Innenraumqualität. LEED DE ist insbesondere in Nordamerika verbreitet, wird aber auch in anderen Ländern zunehmend genutzt.

  • WELL Building Standard: Der WELL Building Standard ist ein Bewertungssystem für die Gesundheit und das Wohlbefinden von Nutzern in Gebäuden. Es bewertet Kriterien wie Luftqualität, Wasserqualität, Ernährung, Bewegung und psychologisches Wohlbefinden und fördert damit die Schaffung von Gebäuden, die die Gesundheit und das Wohlbefinden der Nutzer fördern.

  • VDI 3810 - Gebäudeautomation und -steuerung: Die VDI 3810 ist eine Richtlinie des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) und beschäftigt sich mit der Gebäudeautomation und -steuerung. Ziel ist es, die Energieeffizienz von Gebäuden zu verbessern und den Betrieb zu optimieren. Die Richtlinie legt Anforderungen an die Planung, Umsetzung und Betrieb von Gebäudeautomationssystemen fest und gibt Empfehlungen für eine effiziente und nachhaltige Gebäudesteuerung.